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| Kristallklares Wasser und
eine durchschnittliche Sichtweite von 30 m sind nur einige der
charakteristischen Merkmale des Tauchsportes entlang der Küste von Capo
Vaticano. Im „MONDO BLU Diving Center" haben Tauchliebhaber
die Auswahl unter mehr als 25 verschiedenen Plätzen, die sowohl für
Anfänger als auch für Profis des Unterwassersportes geeignet sind und
allesamt maximal 10 Bootminuten vom Diving Center entfernt sind. Im
folgenden möchten wir Ihnen einige der auch in Fachkreisen wohl
bekanntesten Tauchplätze entlang der Küste Capo Vaticanos
vorstellen.
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1)„U VAPURI" In etwa 30 m Tiefe vor dem Dorf Riaci gelegen, befindet sich das Schiffswrack „U Vapuri". Aufgrund des kristallklaren Wassers zeichnet sich das Wrack im Sand deutlich ab und ist bereits von der Wasseroberfläche aus gut sichtbar. Um was für ein Schiff es sich dabei ursprünglich handelte, ist nicht weiter bekannt und im nachhinein auch nicht mehr festzustellen, da lediglich das Metallgerüst des Schiffes übriggeblieben ist, das sich 50-60 cm vom Meeresgrund erhebt und somit auch mit dem Echolot nur schwer ausfindig zu machen ist. Obwohl von dem ursprünglichen Schiff nicht mehr viel zu erkennen ist, stellt das Tauchen an dieser Stelle ein durchaus interessantes Vergnügen dar, da sich zwischen den Blechteilen zahlreiche Fischarten eingenistet haben. Der Taucher trifft dort auf Zackenbarsche, große Kraken und mit etwas Glück auch auf den Drückerfisch, der von den Einheimischen aufgrund der Geräusche, die er beim Einfangen von sich gibt, auch „Schweinefisch" genannt wird und im Mittelmeerraum nur äußerst selten anzutreffen ist.
2)„FORMICOLI" Zwischen Riaci und Torre Marina, etwa 300 m von der Küste entfernt, ragen zahlreiche Felsen aus dem Meer, bei denen es sich der Legende nach um Reste eines antiken römischen Hafens handelt. Aus der Luft betrachtet, hat man den Eindruck, als habe man es mit einer ganzen Heerschar von Ameisen zu tun, weshalb diese Felsen von den Einheimischen auch als „Formicoli" (zu deutsch: „Ameisengewimmel") bezeichnet werden. Das Tauchen ist an dieser Stelle ein besonderes Vergnügen, zumal man sich nicht allzu tief unter der Wasseroberfläche bewegen muß. Bereits in 18 m Tiefe erstrecken sich die „Formicoli" nämlich weit ins offene Meer hinaus und erwecken auf diese Weise beim Taucher den Eindruck, als bewege er sich auf einer langgestreckten Felsenkette, die den idealen Lebensraum für Zackenbarsche, Brassen und im Oktober und November auch für Umberfische liefert, die sich allesamt in den unzähligen Höhlen zwischen den Felsbrocken eingenistet haben. Inmitten der Felsen erstreckt sich darüber hinaus ein Tunnel, den man besser nicht durchqueren sollte, um die an den Wänden haftenden, sehr empfindlichen Tierchen nicht zu zerstören. Falls man dennoch durch den Tunnel tauchen möchte, sollte man jegliche Berührung der Tunnelwände dringlichst unterlassen, und zudem den Atem anhalten, um den Ausstoß von Luftbläschen zu vermeiden, die selbst auf die widerstandsfähigsten Organismen eine zerstörerische Wirkung ausüben würden. Weiter entfernt von der Küste und in ca. 27-30 m Tiefe, geht die Felsenkette der „Formicoli" dann in eine Felsenplattform über.
3)„VADARO" Der Vadaro-Felsen ist in etwa 20 m Tiefe in den sandigen Meeresgrund gebettet. Unter Wasser kann man den gesamten Felsen umkreisen, dessen nördliche Seite (Richtung Tropea) erdrutschartig in den Sand absackt.Auch hier befinden sich zwischen den einzelnen Felsbrocken zahlreiche Risse und Spalten, in die sich Kraken, Zackenbarsche und andere Weißfischarten eingenistet haben. In einiger Entfernung vom Felsen wurden im September häufig auch Stachelmakrelen gesichtet.
4)„LA RETE" Wenn man Capo Vaticano hinter sich läßt, gelangt man an den Strandabschnitt „Grotticelle", der in der Mitte von zahlreichen Felsen durchzogen ist. Es handelt sich dabei um das Monaco-Riff, das vom Grund der „Grotticelle" an die Oberfläche emporsteigt. Die Einheimischen nennen diese Felsenbank „Smalidittu" (zu deutsch: „verfluchte Stelle"), da sie den Fischern bereits unzählige Netze aufgeschlitzt hat. Aus eben diesem Grund trägt einer der abgesunkenen Felsen auch den Namen „La Rete" (zu deutsch: „das Netz"). Beim Tauchen bewegt man sich an dieser Stelle auf dem Meeresgrund: Die Spitze der Felsenbank befindet sich nämlich erst 38 m unter der Wasseroberfläche und die Felswände fallen weitere 20 m in die Tiefe, bis sie den sandigen Meeresboden berühren. Die Felswände sind an dieser Stelle ausgesprochen „kahl", jedoch sind an dieser Stelle Unmengen von Zikaden – darunter auch sehr große Exemplare – anzutreffen. Die Felsenbank ist von zahlreichen abgesunkenen Felsbögen und weiteren –noch tiefer gelegenen- Felsenbänken umgeben, die steil auf den sandigen Meeresgrund abfallen und großen Zackenbarschen als Höhle dienen.
5)„L´ANCORA" Halb versunken im Sand, erhebt sich aus dem Grundplateau der „Grotticelle", das sich in 40 m Tiefe befindet, ein römischer Anker (italienisch: „l`ancora"), der über und über mit krustenbildenden Schwämmen und Bryozoen überzogen ist. Der Anker befindet sich genau am Rand des Abhanges, in Richtung des Unterwasser-tales, das fast bis zur Küste des „Grotticelle"-Strandes reicht. Es handelt sich dabei um einen Sandhügel, der von einer Felswand gestützt wird, auf der dichtgedrängte Kolonien von Bryozoen und Schwämmen leben.
6)„SCOGLIO MANTINEO" Eine weitere interessante Tauchstelle, bei der zuweilen jedoch mit starker Strömung zu rechnen ist, stellt der Mantineo-Felsen (italienisch: „Scoglio Mantineo") dar, der sich direkt unterhalb des Leuchtturmes befindet und ziemlich nahe am Ufer gelegen ist. Er ist das imposanteste Exemplar einer ganzen Reihe von Unterwasser-Felsen, die 15 m unter der Wasseroberfläche auf den sandigen Meeresboden auflaufen. Der Mantineo-Felsen bietet sich besonders gut für einen zweiten Tauchgang an und ist sowohl für Anfänger als auch für Tauchprofis geeignet, die hier –bei aufmerksamer Betrachtung- alle benthonischen Organismen des Mittelmeerraumes entdecken können: angefangen von Schwämmen, Manteltieren und Bryozoen, über zahlreiche Krustentiere und Gründel, bis hin zu Schleimfischen, die den Taucher allesamt aus ihren Felshöhlen heraus beobachten. Wenn man an den einzelnen Felsbrocken vorbeitaucht., kann man –bei entsprechender Strömung- darüber hinaus auch ganze Heerscharen kleiner Seebarben beobachten, die –das Maul der Strömung zugewandt- an den geschütztesten Stellen des Meeresgrundes reglos Stellung bezogen haben.
7)„SCOGLIO DELLA GALEA" Die am weitesten südlich gelegene Tauchmöglichkeit an der Küste von Capo Vaticano ist die Galeerenklippe (italienisch: „Scoglio della Galea"). Man taucht hier südlich der Klippe mit einer maximalen Tiefe von 19 m. Die Galeerenklippe besteht aus einer Kette von Felsbrocken unterschiedlicher Größe, die von zahlreichen Rissen und Spalten durchzogen ist. Diese Felsspalten stellen wiederum den idealen Lebensraum für Zackenbarsche, Umberfische und Brassen dar. Die auf der Schattenseite gelegenen Felswände sind von bunten Schwämmen bedeckt und von einer Vielzahl unterschiedlicher Algenarten überzogen. Die Galeerenklippe gilt als die wohl charakteristischste Tauchstelle Capo Vaticanos, da sie alle Besonderheiten dieses Küstenabschnittes vereint: kristallklares Wasser, extreme Helligkeit und Felswände, die über und über mit bunten Schwämmen bedeckt sind.
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